Suhrkamp 1935-1937, von Walter Benjamin
Die Frage des Aufenthalts im Kriege, die Sie anschneiden, ist darum schwer zu beantworten, weil ich kaum damit rechnen kann, in solchem Augenblick, wo man wahrscheinlich ohnehin schon zu spät handelt, gewiss aber binnen weniger Stunden handeln muss, ...
- Marke: Suhrkamp
- EAN: 9783518582763
- Verfügbarkeit: Lieferbar
Preisspanne: 68,00€ - 68,00€*
Billigster Preis
Deals
Preis (inkl. MwSt.)
Händler
Lieferstatus
Shop
68,00 €*
Kostenloser Versand
Lieferbar: Sofort Lieferbar
Daten vom 2026-02-20
Änderungen vorbehalten
Daten vom 2026-02-20
Änderungen vorbehalten
Zum Shop
68,00 €*
Kostenloser Versand
Lieferbar: 2-3 Tage
Daten vom 2026-02-20
Änderungen vorbehalten
Daten vom 2026-02-20
Änderungen vorbehalten
Zum Shop
Die Frage des Aufenthalts im Kriege, die Sie anschneiden, ist darum schwer zu beantworten, weil ich kaum damit rechnen kann, in solchem Augenblick, wo man wahrscheinlich ohnehin schon zu spät handelt, gewiss aber binnen weniger Stunden handeln muss, die äussere Möglichkeit zur Durchführung des mir richtig Erscheinenden zu haben. Ich kenne von meiner Nordlandreise her eine Gegend, wo das Leben hart ist, wo man sich aber gesichert nicht nur vor kriegerischen Aktionen, sondern auch vor Hungersnot mit einigem Recht fühlen dürfte. Im europäischen oder mediterranen Zivilisationskreis hätte ich dieses Gefühl nirgends. Im Mai 1935 antwortet Benjamin dies auf eine Frage Werner Krafts, der in Palästina lebt und die Befürchtung ausgesprochen hatte, Benjamin könne im Kriegsfall in ein französisches Konzentrationslager kommen. Benjamin ist zu dieser Zeit aus finanziellen Gründen kaum bewegungsfähig und nur mit finanzieller Hilfe von Freunden in der Lage, sein Pariser Leben zu fristen. Und doch gelingt es ihm, die zur Durchführung des mir richtig Erscheinenden notwendigen Mittel zu beschaffen. Unter sehr eingeschränkten Bedingungen kann er seine Arbeit neu organisieren und sich die Freiheit zu Forschungen erobern, die sein Spätwerk werden sollten: „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ entsteht nach einem Exposé zur Passagenarbeit und findet den Beifall des Instituts für Sozialforschung und besonders Horkheimers, der eine relative Stabilisierung des monatlichen Budgets von Benjamin ermöglicht. Seine zunehmenden Kontakte in den Pariser Intellektuellenzirkeln lassen ihn zum inoffiziellen Repräsentanten des New Yorker Instituts werden. Horkheimer schreibt 1937, nach einem Treffen mit Benjamin in Paris: „Zum Schönsten gehören einige Stunden mit Benjamin. Von allen steht er uns weitaus am nächsten. Ich werde alles tun, was nur in meinen Kräften steht, damit er aus seiner finanziellen Misere ...
Die Frage des Aufenthalts im Kriege, die Sie anschneiden, ist darum schwer zu beantworten, weil ich kaum damit rechnen kann, in solchem Augenblick, wo man wahrscheinlich ohnehin schon zu spät handelt, gewiss aber binnen weniger Stunden handeln muss, die äussere Möglichkeit zur Durchführung des mir richtig Erscheinenden zu haben. Ich kenne von meiner Nordlandreise her eine Gegend, wo das Leben hart ist, wo man sich aber gesichert nicht nur vor kriegerischen Aktionen, sondern auch vor Hungersnot mit einigem Recht fühlen dürfte. Im europäischen oder mediterranen Zivilisationskreis hätte ich dieses Gefühl nirgends. Im Mai 1935 antwortet Benjamin dies auf eine Frage Werner Krafts, der in Palästina lebt und die Befürchtung ausgesprochen hatte, Benjamin könne im Kriegsfall in ein französisches Konzentrationslager kommen. Benjamin ist zu dieser Zeit aus finanziellen Gründen kaum bewegungsfähig und nur mit finanzieller Hilfe von Freunden in der Lage, sein Pariser Leben zu fristen. Und doch gelingt es ihm, die zur Durchführung des mir richtig Erscheinenden notwendigen Mittel zu beschaffen. Unter sehr eingeschränkten Bedingungen kann er seine Arbeit neu organisieren und sich die Freiheit zu Forschungen erobern, die sein Spätwerk werden sollten: „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ entsteht nach einem Exposé zur Passagenarbeit und findet den Beifall des Instituts für Sozialforschung und besonders Horkheimers, der eine relative Stabilisierung des monatlichen Budgets von Benjamin ermöglicht. Seine zunehmenden Kontakte in den Pariser Intellektuellenzirkeln lassen ihn zum inoffiziellen Repräsentanten des New Yorker Instituts werden. Horkheimer schreibt 1937, nach einem Treffen mit Benjamin in Paris: „Zum Schönsten gehören einige Stunden mit Benjamin. Von allen steht er uns weitaus am nächsten. Ich werde alles tun, was nur in meinen Kräften steht, damit er aus seiner finanziellen Misere ...
Ähnliche Produkte
Das könnte Sie auch interessieren.
Top Kategorien
Durchsuchen Sie unsere Top-Kategorien.
Moderne Überwachungskameras
Moderne Kameras zur Überwachung Ihres Grundstück. Jetzt vergleichen!
Ansehen ›
Smart TVs: Apps und Internet
Riesige Auswahl an Top Smart TVs. Jetzt stöbern & vergleichen!
Ansehen ›
Kreative Haus -& Gartenideen
Tolle Ideen zu Haus und Garten. Alles für ein schönes Zuhause!
Ansehen ›
Copyright © 2009 - 2026 | Preisgenau.de | Alle Rechte vorbehalten
